Int. Deutsche Jugendmeisterschaft 2005
in Deizisau
| Runde 5-7 |
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An der Spitze ändert sich zunächst nicht viel. Arik und Yuriy ziehen in Runde 5 weiter ihre Kreise. Ilja Zaragatzki kommt zu seinem ersten vollen Punkt. Leidtragender ist IM Ilya Mutschnik, der seine klar vorteilhafte Stellung im Endspiel verdarb. Auch Maximilian Meinhardt siegt. Seine Neuerung Tg8 im Sveshnikow – Sizilianer brachte den erhofften Effekt- Falko verwechselte die Züge und stand schnell schlechter. In der nächsten Runde kommt es zu einem Führungswechsel. Arik Braun fertigt den jungen Franzosen leicht und locker ab. Der Gast aus Paris nervt seine Kontrahenten am Brett mit ständigem Reizhusten. Arik jedoch, lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Ins Stocken gerät die ukrainische Punktmaschine. Yuriy kommt gegen Maximilian nicht über Remis heraus. Möglicherweise spielt dort auch der Fakt eine Rolle, das Maxi unverhofften Besuch aus der Heimat, in Person von Vater und Freundin, erhielt. Dies motivierte in derart, dass er im Freizeitprogramm: Fußballspielen unangefochtener Schützenkönig wurde. Wieder auf Normkurs befindet sich Markus Ragger aus Österreich. Dem Kurzsieg gegen Marlies Bensdorp müssen jetzt noch 2 Punkte aus drei Runden folgen. Die Mädels vom parallelen Lehrgang erholen sich derweil beim „ Date-Doktor“ im Kino. Nach drei anstrengenden Tagen ist die kleine Auszeit mehr als verdient. Jetzt wissen sie, wie man die Jungs zum ersten Date kriegt. Hoffentlich kommt der Praxistest erst nach dem Turnier. Zum Auftakt der siebten Runde steht ein Umzug auf dem Plan. Spielort für die letzten Runden ist die Gemeindehalle. Dort startet morgen auch das große Open. Bei der IDJM bahnt sich die Vorentscheidung an. Arik siegt im großen Stil gegen Marlies, währenddessen kämpft Markus verbissen um seine Norm. Ausgerechnet die Setzlistennummer eins wird sein Opfer. Durch den Sieg gegen Kryvorouchko fehlt ihm noch ein Punkt aus zwei Runden. Falko Bindrich bezwingt Ilja Brener im innerdeutschen Jugendolympia-Duell. Natürlich kämpft hier jeder für sich und Falko kann den ganzen Punkt gut gebrauchen. Die letzten beiden Runden spielen die Kids gemeinsam mit den Senioren in der Gemeindehalle. Dadurch kommen prominente Kiebitze an die Bretter der IDJM. Großmeister Janis Klovans schaut den Jungstars genauso interessiert über die Schulter, wie der Präsident des württembergischen Schachverbandes, Hanno Dürr. |
| Runde 4 |
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Wie sehr Ergebnisse über den Charakter der Partien täuschen können, zeigt Runde 4. Trotz der vier Remis-Ausgänge wurde erfrischendes Schach geboten. Den Auftakt machte Markus Ragger. Er opferte gegen Ilja Brener eine Figur gegen drei bis vier Bauern. Durch unpräzise Züge geriet der Berliner in eine Verluststellung. Mit einem riesigen Zeitvorteil im Rücken zockte er dem Österreicher aber noch ein Remis ab. Falko Bindrich spielte bis Zug 18 seine Partie gegen Mutschnik nach. Der Ukrainer Kryvorouchko spielte präziser und gewann einen Bauern. Im Gegenzug erhielt Falko einen entfernten Freibauern. Beide Spieler drohten an und wehrten ab, fast ohne Fehler. Yuriy kam dann zu einem Bauern auf der siebten Reihe, für den Falko einen Läufer geben musste. In der fünften Stunde schaffte Falko wieder ein Dauerschach mit Minusmaterial. Überhaupt scheint die neue FIDE-Bedenkzeit mit der Zeitzugabe von 15 Minuten nach Zug 40 tatsächlich viele Vorteile und kaum Nachteile zu bringen. Die Partien Zaragatzki – Braun ( Französisch-Tarrasch ) und Glicenstein – Bensdorp ( unregelmäßig ) endeten ebenfalls remis. Ilya Mutschnik heißt der Sieger der Runde. Mit Turmopfer, Damengegenopfer und diversen Mattdrohungen hatte die Partie alles, was den Drachen spielenswert macht. Max geriet in Zeitnachteil und konnte den Stellungsvorteil nicht bewahren: 0-1. |
| Runde 3 |
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Ilja Brener gewinnt eine schöne Partie gegen Marlies Bensdorp. Mit Schwarz spielend gleicht er mittels Nimzowitsch-Indisch mühelos aus. Mit präzisen Manövern kommt er dann in Vorteil und zu seinem ersten Sieg. Überraschenderweise enden alle anderen Partien Remis. Yuriy Kryvorouchko bearbeitet den Franzosen in einem besseren Endspiel. Asher verteidigt sich ideen- und erfolgreich. Arik Braun kann gegen Maxi`s Tarrasch nichts herausholen. Falko Bindrich kreiert im allseits bekannten englischen Angriff eine neue Idee gegen Ilya Mutschnik. Die Partie endet kurzzügig in einer gleichen Stellung. Inhaltsreich aber kurz war die Partie Ragger – Zaragatzki. Ilja gleicht aus und Markus findet keinen Vorteilsweg. Alles in allem ein beschaulicher Sonntagnachmittag. Mehr Einsatz zeigten die 4 Mädchen der JOM, die mit Roman Vidonyak mehr als sieben Stunden eifrig trainierten. |
| Runde 2 |
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Als erste Partie endet Brener gegen Glicenstein remis. Ilja hat aus der Eröffnung wiederum nichts herausgeholt und war mit der Zugwiederholung einverstanden. Alle anderen Partien wurden in Runde 2 entschieden! Hervorragendes Kampfschach also. Im zweiten IM – Duell zog wiederum Ilya Mutschnik den Kürzeren. Sein ukrainischer Zimmergenosse bestrafte ein Eröffnungsexperiment rigoros. Im Match der JOM-Kollegen wiederholten Falko Bindrich und Arik Braun eine Sequenz aus der französischen Eröffnung, die bereits mehrfach zur Diskussion stand. Nach einer turbulenten Phase mit zwei schwarzen Minusbauern konsolidierte Arik seine Stellung und Falko verlor. Ilja Zaragatzki wollte seinen ersten Sieg einfahren. Leider hatte er vergessen, dass Marlies Bensdorp kein williges Opfer sein wollte. Die junge Holländerin nahm die Qualität und den angebotenen Punkt bereitwillig an. Damit liegt sie im Moment voll auf Kurs zur WGM-Norm. Ebenfalls gut im Rennen auf die IM-Norm liegt Markus Ragger. Er besiegte mit Schwarz spielend Maximilian Meinhardt. Der Deutsche Meister 2004 kam sofort unter Druck und hielt die Verteidigung nicht lange durch. Zumindest meine Prognose über die interessanten möglichen Konstellationen scheint sich nach zwei Runden bereits zu bestätigen. |
| Runde 1 |
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Bei der IDJM geht es ab heute zur Sache. Nachdem die Anreise mehr oder weniger problemlos geklappt hat, kam es gleich zu einer Doppelrunde. Arik Braun spielte gegen Ilya Mutschnik. Die Sämisch-Variante das Königsindisch führt zu einer hochkomplizierten Stellung. Arik wandelte am Abgrund, aber letztlich fiel Ilya hinunter! Die zweite Entscheidung lieferte Yuriy Kryvorouchko. Der Ukrainer spielte gegen Ilja Brener. Obwohl die Stellung des Berliners gut aussah, geriet er unter unmerklichen Druck und verlor Bauern und Partie. Alle anderen Partien gingen Remis aus. Allerdings wurde bis weit über die 50 Züge-Marke gekämpft und versucht, es half alles nicht. Sowohl Markus Ragger ( gg Falko Bindrich,), Max Meinhardt ( gg. Marlies Bensdorp ), als auch Asher Glicenstein ( gg. Ilja Zaragatzki ) konnten Mehrbauern nicht verwandeln. Zweimal waren ungleiche Läufer die Ursache und einmal das Dauerschach im Damenendspiel. Eine kleine Anmerkung noch zu dem Franzosen! Asher ist ein Junge!! Über den Lauf der einzelnen Spieler im Turnier kann man eventuell heute Abend etwas mehr sagen. |
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